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Q2 besucht „Frankenstein“

In der letzten Woche war das Oldenburg-Kolleg zu Gast im Oldenburgischen Staatstheater. Gemeinsam besuchten Schüler aus den Deutschkursen der Q2 das Schauspiel „Frankenstein“, 1818 von der damals 20-jährigen Autorin Mary Shelly unter dem Titel „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ ursprünglich als Roman verfasst. Einzuordnen ist diese erste Science-Fiction-Geschichte überhaupt in die englische Romantik.

Die aus Filmen und Serien bekannte Romanhandlung wurde im Staatstheater in 170 Minuten inklusive Pause aufgeführt.

Julia Friede spielte den Wissenschaftler Viktor Frankenstein, der aus Leichenteilen eine Kreatur schafft und mithilfe von Elektrizität belebt, Esther Berkel das von ihm geschaffene Monster. Die beiden Schauspielerinnen brachten den Wahnsinn und das Getriebensein Frankensteins sowie das – zu spät einsetzende – Bewusstsein der Verantwortung dabei ebenso beeindruckend auf die Bühne wie die Suche der einsamen Kreatur nach Gemeinschaft und Zuneigung, insbesondere auch in den Momenten, in denen Esther Berkel mit dem Publikum auf Tuchfühlung ging.

Friede und Berkel(, die außerdem Viktor Frankensteins Verlobte Elisabeth Lavenza spielte,) füllten in einem wandelbaren Bühnenbild zusammen mit Katharina Shakina (Frankensteins Mutter, sein Freund Henry Lerval u. a.) und Klaas Schramm (Frankensteins Vater u. a.) zu fünft die 14 Rollen überzeugend aus, unterstützt von Kostümen, die dazu beitrugen, dass die Zuschauer nicht die Übersicht verloren.

Insgesamt war es ein intensiver durchaus lohnender Theaterabend, der auch für diejenigen gut geeignet und verständlich war, die bisher noch nicht mit dem Roman oder seinen Verfilmungen in Berührung gekommen waren.

Danke an den Förderverein des Oldenburg-Kollegs für die finanzielle Unterstützung!

Beitrag: Grzabka; Foto: Grzabka