Anlässlich des Weltfrauentags sowie des 35. Jahrestages des Mauerfalls präsentiert die Bundesstiftung Aufarbeitung die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, die sich mit der Rolle von Frauen in beiden Teilen Deutschlands vor und nach der Wiedervereinigung beschäftigt. Auch unsere Schule nahm dies zum Anlass, um sich mit der Entwicklung der Gleichberechtigung und den Lebensrealitäten von Frauen in der DDR und der BRD auseinanderzusetzen.
Zum Auftakt sahen wir eine klassische Dr. Oetker-Werbung – ein Beispiel dafür, wie Frauen in den Medien lange dargestellt wurden. Diese Werbung regt zur Diskussion an: Welche Rollenbilder wurden früher vermittelt? Welche Veränderungen gibt es bis heute?
Die Ausstellung zeigt, wie Frauen in der DDR und BRD lebten, arbeiteten und für Gleichberechtigung kämpften. Unsere Schüler:innen informierten sich anhand von Bildern, Biografien und Dokumenten, wie Frauen ihren Platz in der Gesellschaft erkämpften, welche Herausforderungen sie bewältigten und welche Unterschiede zwischen Ost und West bestanden.
Wir tauchten anschließend in die Welt der Politik ein und sahen einen Auszug aus dem Film „Die Unbeugsamen“, der die Geschichten von Frauen in der westdeutschen Politik erzählt, über ihren Kampf gegen Widerstände und für Anerkennung.
Im Rahmen der Veranstaltung stellte eine Schülerin auch den Verein „SISTERS – für den Ausstieg aus der Prostitution! e.V.“ vor. Sie informierte über die Arbeit des Vereins, der sich für Frauen einsetzt, die aus der Prostitution aussteigen möchten, und klärte über die Hintergründe und Herausforderungen auf. Besonders eindrücklich war die Diskussion über das Nordische Modell, das nicht die Frauen, sondern die Freier in die Verantwortung nimmt und Ausstiegshilfen fördert.
Zum Abschluss gab es für alle ein Päckchen Pudding – passend zum Einstiegsthema; ein süßer Genuss für jeden.
Beitrag: Kaiser, Fotos: Oldenburg-Kolleg



